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05.12.2019

Trägerschaft von kirchlichen Kindergärten: Veränderungen stehen an

Neumarkt/Habsberg (dbnm) - Für Pfarrer, Pfarrbüros und ehrenamtliche Mitglieder von Kirchenverwaltungen wird es zunehmend schwieriger, eine Kindertageseinrichtung zu führen und zu verwalten. Zahlreiche Kirchenstiftungen werden daher zukünftig neue Wege gehen.

Rund 3.000 Kinder besuchen die 43 katholischen Kindertageseinrichtungen in den Dekanaten Neumarkt und Habsberg.

Um eine gemeinnützige Kita-GmbH für die Region zu errichten, stehen schwierige Gespräche und Überlegungen an.

Das Dekanatsbüro Neumarkt hatte im Frühjahr 2019 eine Erhebung durchgeführt und festgestellt, dass in den beiden Dekanaten Neumarkt und Habsberg derzeit 33 Kirchenstiftungen die Verantwortung für 43 Kindertageseinrichtungen mit knapp 3.000 betreuten Kindern in rund 130 Gruppen haben. Dabei sind über 500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter als pädagogisches Fachpersonal angestellt. "Für unsere Pastoral und unser gesamtes kirchliches Leben sind unsere Kindergärten eine große Chance, um mit KIndern und deren Familien in Kontakt zu treten", weiß der Habsberger Dekan Elmar Spöttle. Doch mit der Trägerschaft seien immer höhere Auflagen und stärkere Ansprüche verbunden. "Immer wieder wurde in den vergangenen Jahren von Pfarrern, Pfarrbüros, Kirchenverwaltungen und Kindergartenleitungen der Wunsch nach spürbarer Entlastung geäußert", berichtet Artur Wechsler, Dekan des Dekanates Neumarkt.

Die betroffenen Pfarrer und Kirchenverwaltungen aus den beiden Dekanaten waren daher im letzten halben Jahr zu einem Informations- und Entscheidungsprozess zu Kooperations- und Entlastungsmöglichkeiten eingeladen. Dabei informierte die zuständige Hauptabteilung I des Bischöflichen Ordinariats über Vor- und Nachteile bestimmter Entlastungsmodelle. "Vor allem die Kirchenstiftungen mit mehreren Einrichtungen, wie etwa im Stadtgebiet von Neumarkt, haben sich ihre Entscheidungen nicht leicht gemacht", betont Christian Schrödl, Leiter des Dekanatsbüros.

Einige Pfarreien in den Pfarrverbänden Berg und Freystadt haben sich in den zurückliegenden Wochen für eine intensivere Zusammenarbeit entschieden. Die betroffenen Kirchenstiftungen wollen gemeinsames Verwaltungspersonal anstellen, um Synergien zu schaffen und die ehrenamtlichen Mitglieder der Kirchenverwaltungen zu entlasten. 

Dreizehn Kirchenstiftungen aus beiden Dekanaten mit insgesamt 24 Einrichtungen haben ihren Willen bekundet, die Kindertageseinrichtungen zukünftig an eine gemeinnützige GmbH zu übertragen. Im Raum Ingolstadt sowie im Raum Nürrnberg-Roth-Schwabach hat die Diözese Eichstätt in den vergangenen Jahren bereits derartige gGmbHs gegründet, um den katholischen Kindergärten vor Ort eine Zukunft zu sichern. "Dazu sind jedoch in den kommenden Monaten noch viele Gespräche notwendig", erklärt Christian Schrödl, "schließlich geht es etwa auch um die Übertragung von Immobilien oder die Mitwirkungsrecht der Pfarrgemeinden."

Wichtig sei es, so Dekan Spöttle, bereits jetzt Strukturen und Formen von Entlastung und Synergien in der Region zu schaffen: "Andere können dann, wenn Bedarf ist, später auf diesen fahrenden Zug aufspringen." Dem Leiter des Dekanatsbüros ist es wichtig, gerade in einer Zeit spürbaren Fachkräftemangels, "unsere pädagogischen und pastoralen Kompetenzen zu bündeln". Schrödl ist sich sicher: "Wir kommen langfristig um eine stärkere Prrofessionalisierung nicht umhin." Dazu sei es aber in der kommenden Zeit wichtig, zwischen diözesaner Verwaltung und Basis sowie unter den Kirchenstiftungen das nötige Vertrauen zu schaffen.

 

 

 

 

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Veranstalter: Niederbronner Schwestern im Kloster St. Josef
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