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21.05.2019

„Uns schickt der Himmel“: 72-Stunden-Aktion des BDKJ mit mehr als 700 Jugendlichen im Bistum Eichstätt

Steuerungsgruppe der 72-Stunden-Aktion

Steuerungsgruppe der 72-Stunden-Aktion (v. links): Stephanie Bernreuther, BDKJ-Referentin, Josef Neumeyer Referent für geschäftsführende Aufgaben im Jugendamt, Ann-Kathrin Scherbel, Jugendreferentin und Stefan Eberl, BDKJ-Dekanatsvorstand Ingolstadt. pde-Foto: Geraldo Hoffmann

Das Wiesengäßchen in Eichstätt

Neugestaltung des Wiesengäßchens in Eichstätt durch die Dompfadfinder bei der 72-Stunden-Aktion 2013. pde-Archiv-Foto: Geraldo Hoffmann

Eichstätt. (pde) – „In 72-Stunden die Welt ein Stückchen besser machen“: Dieses Ziel haben sich 80.000 junge Menschen mit der bundesweiten Sozialaktion des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) gesetzt. Im Bistum Eichstätt nehmen 50 Gruppen mit mehr als 700 Jugendlichen an der 72-Stunden-Aktion teil. Vom Donnerstag, 23. Mai, bis Sonntag, 26. Mai, werden sie zahlreiche soziale, kulturelle, ökologische und interreligiöse Projekte umsetzen. Unter dem Stichwort #72hei kann die Aktion zeitnah in den sozialen Netzwerken verfolgt werden.

Papst Franziskus fordert die Jugendlichen auf, Verantwortung zu übernehmen und in Gesellschaft und Kirche aktiv zu werden. „Genau dieser Verantwortung stellen sich an diesem Wochenende viele junge Menschen“, sagt Angela Hundsdorfer vom BDKJ-Diözesanvorstand. Mit viel Leidenschaft und Vorfreude hätten sich die Gruppen Sozialaktionen überlegt und vorbereitet. „Gemeinsam werden die Jugendlichen in den 72 Stunden Wunder vollbringen“, ist sich Hundsdorfer sicher. „Mit den verschiedenen Projekten hinterlassen sie ihren Fußabdruck und positive Veränderungen in der Gesellschaft, in ihrem Umfeld und in der Umwelt“, pflichtet ihr Vorstandskollege Maximilian Holzer bei.

Zum Auftakt wird am Donnerstag, um 17.07 Uhr die Aktionskerze für das Bistum Eichstätt bei einer Andacht im Jugendhaus Schneemühle entzündet und anschließend in den Eichstätter Dom gebracht. Gleichzeitig startet bistumsweit die 72-Stunden-Aktion mit der Übergabe von Starterpaketen durch die sieben Koordinierungskreise an die Gruppen in ihrer jeweiligen Region.

Aktionen und Projekte

Im Dekanat Eichstätt bilden generationsübergreifende Aktionen einen Schwerpunkt. So werden Jugendliche zum Beispiel ein gemeinsames Wochenende in Seniorenheimen in Kipfenberg und Denkendorf gestalten. Die Kolpingjugend führt eine Sammelaktion für ihren Partnerverband in Togo durch. Eine Kindergruppe der Malteser sammelt Plastik an der Altmühl und Firmlinge aus Gaimersheim richten eine heruntergekommene Station des Lebensweges in Pfünz wieder her.

Der BDKJ im Dekanat Herrieden greift das Thema Artenvielfalt auf und baut „Bed & Breakfast“-Unterkünften für Wildbienen. Mehrere Jugendgruppen werden Marmelade erstellen und verkaufen, um ein Kinderhospital in Betlehem zu unterstützen. Weitere Aktionen sind zum Beispiel eine Müllsammlung in Rauenzell und die Renovierung eines Spielplatzes in Mitteleschenbach.

Im Dekanat Ingolstadt veranstalten die Pfadfinder der Münsterpfarrei ein internationales Familienfest in einer Flüchtlingsunterkunft. Die Hepberger Ministranten verschönern eine Freifläche am Ortseingang. Die Kinder- und Jugendgarde Narwala legt ein Blumenbeet für die Bewohner der Lebenshilfe-Wohnstätten an. Zum Abschluss gibt es ein Grillfest mit Gardenauftritt. Die Pfarrjugend St. Anton gestaltet die Gruppenräume im Caritaszentrum Junges Wohnen St. Vinzenz.

Jugendgruppen im Dekanat Nürnberg-Süd werden unter anderem eine Müllsammlung mit Upcycling in Katzwang durchführen, einen Parkplatz mit vorwiegend gebrauchtem Material umgestalten und Wünsche von Senioren in Zusammenarbeit mit dem Seniorennetzwerk Eibach/Röttenbach erfüllen.

In der Region Oberpfalz stehen die Senioren im Mittelpunkt der 72-Stunden-Aktion. So gestaltet eine Gruppe aus dem Jugendhaus Schneemühle ein Insektenhotel und einen Komposter im Caritas-Seniorenheim Berching. Die Kolpingjugend schreibt Lebensgeschichten von Bewohnern des Altenheimes Dietfurt in einem Buch zusammen und gestalten mit ihnen einen Gottesdienst. Die Pfarrjugend Postbauer-Heng hat sich eine Überraschungsaktion ausgedacht.

Ein großangelegtes Projekt im Dekanat Roth-Schwabach ist die Verteilung von mindestens 7200 handgeschriebenen guten Botschaften an die Bevölkerung. Weitere Aktionen sind zum Beispiel „Kochen für Jung und Alt“ gegen eine Spende für ein soziales Projekt sowie die Unterstützung bei Haushalts-, Garten- und Sozialarbeiten.

Im Dekanat Weißenburg-Wemding hat sich die Katholische Landjugendbewegung Fünfstetten vorgenommen, ein Bienenvolk ein Jahr lang zu betreuen. Während der 72-Stunden-Aktion werden Bienenkästen gebaut und Freiflächen umgestaltet. Ministranten in Stopfenheim leisten Nachbarschaftshilfe im Grünbereich und durch Müllsammlung.

Menschen durch selbstlosen Dienst beschenken

„Die Zahl der Aktionen und der Mitwirkenden ist großartig“, sagt Cordula Klenk. Die Flüchtlingsreferentin der Diözese Eichstätt hat die Schirmherrschaft der 72-Stunden-Aktion zusammen mit Bundestagsabgeordneten Reinhard Brandl übernommen. „Ich wünsche, dass viele Menschen spüren: „Euch schickt der Himmel“, sagt Klenk den Jugendlichen vor dem Aktionsstart.

BDKJ-Diözesanpräses Clemens Mennicken meint, gerade junge Menschen sollten die Welt nicht nur vom Balkon aus betrachten, sondern mitgestalten und die Talente, die ihnen Gott geschenkt hat, zur Entfaltung bringen, „nicht nur für sich, sondern auch für andere und im Geiste der Frohen Botschaft Jesu“. Genau darum gehe es auch bei der 72-Stunden Aktion: „An Jesus Christus Maß nehmen und damit heute schon am Reich Gottes mitarbeiten.“

Auch die Leiterin der neuen Hauptabteilung „Jugend, Berufung, Evangelisierung“ im Bischöflichen Ordinariat Eichstätt ist von der 72-Stunden-Aktion begeistert. „Ich finde es ein tolles und mitreißendes Zeugnis, wenn sich Jugendliche unter dem Motto ‚Uns schickt der Himmel‘ aufmachen und die Welt in ihrem Umfeld ein bisschen besser machen“. Solche Aktionen seien unerlässlich, „um die Freude und die Liebe Christi in die Welt zu tragen und die Menschen damit – durch einen selbstlosen Dienst – zu beschenken“. In vielen Aktionen ist nach den Worten von Pia Sommer das in die Herzen gesäte Glück der Beschenkten nicht äußerlich messbar, auch wenn es für die Personen zu einem besonderen Moment ihres Lebens geworden ist. Bei anderen Projekte wiederum sei das „Stück der veränderten Welt“ sichtbar geworden. Sie denke beispielweise an die Neugestaltung des Wiesengässchens in Eichstätt im Rahmen der 72-Stunden-Aktion 2013. Noch nach Jahren schenke dieser Einsatz Freude: „Freude an einer gelungenen und schönen Neugestaltung des Gässchens und Freude darüber, dass sich junge Christen für die Allgemeinheit engagiert haben.“

Im Bistum Eichstätt wird die 72-Stunden-Aktion vom BDKJ-Diözesanverband federführend organisiert. Auskünfte erteilt der Verband unter Tel. (08421) 50-661, E-Mail: 72stunden(at)bdkj-eichstaett(dot)de. Weitere Informationen und Hinweise zu Unterstützungsmöglichkeiten unter www.bdkj-eichstaett.de. Bilder und Videos zur Aktion sind unter dem Hashtag #72hei auf den Social-Media-Kanälen des Verbandes und Bistums abrufbar.

Die nächsten Termine

Montag, 23. September
19.30 Uhr
Bibelkreis
Ort: Pfarrheim St. Willibald, Kindergartenstraß 8, 92318 Woffenbach
Veranstalter: Pfarrei Woffenbach
Sonntag, 29. September
10.30 Uhr
Diözesaner Inklusionstag: "Einander Engel werden"
Ort: Pfarrei Heilig Kreuz, Schafthofstraße 1, 92318 Neumarkt
Veranstalter: Refereat Behindertenpastoral, Luitpoldstraße 2, 85072 Eichstätt
Samstag, 26. Oktober
09.30 Uhr
"Zwei Seiten derselben Medaille" Pfarrgemeinderat und Kirchenverwaltung
Ort: Johanneszentrum, Ringstraße 61, 92318 Neumarkt
Veranstalter: Katholische Erwachsenenbildung, Historischer Verein Neumarkt