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21.05.2021

Mehr Glauben und mehr Leben: Geistliches Wort zum Pfingstfest

Foto: Peter Weidemann, in: pfarrbriefservice.de

Pfingsten – endlich ein Fest, das nicht zum Fürchten ist! An Weihnachten und am Ostermorgen müssen Engel die Zeugen der Ereignisse zuerst einmal beruhigen: „Fürchtet euch nicht!“ An Pfingsten scheint das nicht nötig zu sein: Kein Beruhigungsengel in Sicht.

Von wegen! Es ist alles noch viel schlimmer: Da sitzen ausgerechnet die, die es besser wissen müssten, die Jünger und auch die Frauen, die früher um Jesus waren, hinter verschlossenen Türen. Sie haben sich ängstlich zurückgezogen und warten ab, was kommen wird

Doch sie machen die Erfahrung aller Christen zu allen Zeiten: Aus Furcht kann keine Gemeinde wachsen, keine christliche jedenfalls. Gegen solche Ängstlichkeit hilft auch kein Engel mehr. Da muss Gott schon selbst eingreifen. Und das tut er dann auch. Aber nicht mehr, wie er sich noch im Alten Testament bemerkbar gemacht hat, etwa im Säuseln des Windes. Aus dem Windhauch ist ein Sturmgebraus geworden. Der Funke muss ja übersprungen, die „Sache Jesu“ braucht Begeisterte. Nur so wird Kirche. So hat sich Gott die Kirche auch vorgestellt. Jeder versteht jeden, versucht es wenigsten. Alle haben ein Charisma, keiner hat alle. Jeder entdeckt seine Fähigkeiten. Zusammengenommen lassen sie Gemeinde gelingen. Die Weltkirche ist geboren. Denn in der Kirche gibt es keine erste und keine dritte Welt. Nur unsere. Die Botschaft der Kirche ist an kein Land, an keine Sprache gebunden. Sie verbreitet sich wie ein Lauffeuer.

Das Evangelium schlägt überall Wurzeln. Auch in Ländern, deren Namen unsere Lektoren, wenn sie beim Pfingsthochamt den entsprechenden Abschnitt aus der Apostelgeschichte vortragen, verzweifeln lassen: in Pamphylien, in Phrygien und Kappadozien – und auch bei uns, hier in Neumarkt. Der Heilige Geist ist der „Dynamo Gottes“. Er sorgt für Bewegung. Auch in der Windstille unserer Kirchen. Woher sonst sollen wir auch die Kraft nehmen, Gemeinde zu bleiben, wenn viele gehen? Die Krise in unserer Kirche werden wir nicht überwinden, wenn wir nicht auf diesen Geist vertrauen, sondern vor allem Strukturen verändern wollen, die Bürokratie, auch in unserer Kirche immer noch mehr aufblasen oder uns Sorgen machen um’s liebe Geld. Erneuerung und Vertiefung unserer Beziehung zu Christus sind angesagt.

Daran erinnert uns das Pfingstgeschehen. Verzagte und Ängstliche werden für die Botschaft Feuer und Flamme. Der Geist Gottes hat aus ängstlichen und traurigen Hinterbliebenen begeisterte Zeugen gemacht. So hat Weltkirche begonnen, so wird sie weiterwachsen. Aber das begreift nur, wer sich von ihm ergreifen lässt. Deshalb: Heiliger Geist: Verhilf unserem Leben zu mehr Glauben und unserem Glauben zu mehr Leben!

Stadtpfarrer Norbert Winner, Neumarkt-St. Johannes

Die nächsten Termine

Sonntag, 04. Dezember
10.30 Uhr
Familiengottesdienst mit Besuch des heiligen Nikolaus
Ort: Hofkirche Neumarkt
Veranstalter: Pfarrei Zu Unserer Lieben Frau Neumarkt
Montag, 05. Dezember
06.30 Uhr
Roratemesse
Ort: Hofkirche Neumarkt
Veranstalter: Pfarrei Zu Unserer Lieben Frau Neumarkt
Donnerstag, 08. Dezember
14.00 Uhr
Adventlicher Nachmittag
Ort: Pfarrheim Pollanten, Am Kirchberg 5, 92334 Berching
Veranstalter: Pfarrei Pollanten
Freitag, 09. Dezember
19.00 Uhr
Neumarkter Persönlichkeiten an der Krippe
Ort: Reitstadel
Veranstalter: Katholische Erwachsenenbildung (KEB) im Landkreis Neumarkt
Dienstag, 20. Dezember
19.30 Uhr
Offenes Gebetstreffen mit Maria, der Königin der Liebe, vor dem Allerheiligsten
Ort: Pfarrkirche Heilig Kreuz Neumarkt-Wolfstein
Veranstalter: Pfarrei Heilig Kreuz
Donnerstag, 20. April
15.00 Uhr
ONLINE@FORUM KATECHESE
Ort: online
Veranstalter: Gemeindekatechese Eichstätt