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13.10.2025

„Schon lange mit diesem Gedanken gespielt“ – Alexander Ehrenfried wird zum Ständigen Diakon geweiht

Alexander Ehrenfried mit Ehefrau Franziska.

Alexander Ehrenfried mit Ehefrau Franziska. Foto: Gabi Gess/pde

Gnadenberg/Eichstätt. (pde) - Emilian, knapp drei, und sein einjähriger Bruder Kilian waren schon oft im Gottesdienst. Von Anfang an haben ihre Eltern sie zur Heiligen Messe mitgenommen. Demnächst steht für die junge Familie Ehrenfried eine ganz besondere Feier in ihrer Heimatkirche St. Birgitta in Gnadenberg bei Neumarkt an: Vater Alexander (39) empfängt dort am Samstag, 18. Oktober, um 9.30 Uhr die Diakonenweihe. Als Ständiger Diakon wird der studierte Religionspädagoge und Gemeindereferent künftig hauptberuflich im Pfarrverband Altdorf tätig sein. Seine Ehefrau Franziska ist bereit, diesen Weg mitzugehen, mehr noch, sie kann ihrem Mann dabei eine kompetente Stütze sein, schließlich ist die gebürtige Hilpoltsteinerin selbst ausgebildete Gemeindereferentin.

Zunächst hatte Ehrenfried, geboren in Neumarkt, eine andere berufliche Richtung eingeschlagen: Nach der Schule machte er eine Ausbildung zum Mechaniker und absolvierte eine Weiterbildung zum Techniker, mit der er einige Jahre in der Industrie tätig war. Aber dem jungen Mann, der sich nach einer „klassischen“ Ministrantenkarriere auch als Kommunionhelfer und Lektor in seinem Pfarrverband engagierte, fehlte in seinem Job zunehmend „das Sinnstiftende“. Er begann über Alternativen nachzudenken, führte Gespräche mit Ortspfarrer, Diakon und Gemeindereferent, aber auch mit anderen Menschen im kirchlichen Bereich. Dies führte dazu, dass sich Ehrenfried für das Studium der Religionspädagogik in Eichstätt einschrieb und dort unter den Erstsemestern seine spätere Frau Franziska traf. 2020 machten sie zeitgleich den Bachelor-Abschluss, 2021 traten sie gemeinsam vor den Traualtar. Wieder ein Jahr später erhielten beide Seite an Seite die kirchliche Beauftragung als pastorale Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Seelsorge sowie die „Missio Canonica“, den kirchlichen Lehrauftrag zur Erteilung des katholischen Religionsunterrichts.

Für Alexander Ehrenfried führte der berufliche Weg zunächst in den Pfarrverband St. Wunibald nach Neukirchen bei Sulzbach-Rosenberg. Nach der zweiten Dienstprüfung ging es als Gemeindereferent in den Pfarrverband Pilsach-Oberwiesenacker. Parallel begann er im Bewerberkreis der Diözese Eichstätt die Ausbildung zum Ständigen Diakon. Schon vor und während des Studiums habe er mit diesem Gedanken gespielt, berichtet er. Nicht zuletzt sei dies auf das Beispiel zweier Ständiger Diakone im Zivilberuf zurückzuführen, die er aus seiner Heimatgemeinde kennt.

Auch wenn Ehrenfried, anders als „Quereinsteiger“ aus nichtkirchlichen Berufen, bereits die notwendigen akademischen Voraussetzungen für den Diakonat mitbrachte, so investierte er doch in den vergangenen drei Jahren Dutzende von Samstagen, um sich in Eichstätt mit seiner festen Ausbildungsgruppe zu treffen, zunächst unter Leitung von Diakon Franz Heim, anschließend von Pfarrer Tobias Göttle, dann von Diakon Udo B. Jung. Sein damaliger Chef im Pfarrverband, Pfarrer Thomas Eholzer, habe Verständnis für seine Mehrfachbelastung gezeigt, erinnert sich der Vater von zwei kleinen Kindern: „Mein Chef hatte schon im Blick, dass ich Familie hab‘ und im Bewerberkreis bin“.

Die Frage, ob er dem künftigen Amt und der Familie gleichermaßen gerecht werden könne, habe ihn, je näher die Weihe rückte, durchaus intensiv beschäftigt, so Ehrenfried und erntet dafür bei seinem Ausbilder Udo B. Jung Verständnis. Der langjährige Ingolstädter Diakon weiß aus eigener Erfahrung, wie wichtig es ist, „das nötige Gleichgewicht zu finden“ zwischen Amt und Privatleben

Im Pfarrverband Altdorf, wo er seit kurzem eingesetzt ist, gehört unter anderem der katholische Religionsunterricht zu seinen Aufgaben. Vier Stunden gibt er an der Mittelschule Altdorf, drei an der Grundschule Burgthann. Weitere Schwerpunkte müssten sich erst herauskristallisieren, meint er. Denn im Stellenplan seines künftigen Wirkungsorts gibt es zwar den Posten eines Ständigen Diakons, dieser war aber noch nie besetzt. Was er sehr gerne mache, sei Kinderpastoral. Aber auch Seniorenarbeit und Spendung der Krankenkommunion seien „tolle Erfahrungen“ gewesen. Sakramentenvorbereitung ist eine mögliche künftige Aufgabe, als Diakon kann Ehrenfried aber auch Taufen, Trauungen und Begräbnisfeiern leiten. Man könnte sich den angehenden Diakon auch bei Tiersegnungen ganz gut vorstellen, schließlich leben in seinem Haushalt zwei Hunde.

Im Frühjahr 2025 war Ehrenfried vom damaligen Bischof Gregor Maria Hanke durch die Admissio als Weihekandidat angenommen worden, die Weihe selbst erteilt nun der emeritierte Bamberger Erzbischof Dr. Ludwig Schick.

Alexander Ehrenfried ist heuer der Einzige, der die Reihen der Ständigen Diakone verstärkt. Es gibt aber weitere Interessierte und auch Männer, die bereits im Bewerberkreis sind, sagt der Ausbildungsverantwortliche Jung. Diesen Bewerberkreis wolle man künftig auch für bereits amtierende Ständige Diakone öffnen, um damit Gemeinschaft und Dialog zu fördern. Neben 22 (Un)ruheständlern gibt es im Bistum derzeit 14 aktive Ständige Diakone mit Zivilberuf und, Ehrenfried eingeschlossen, zwölf im Hauptberuf.

 

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Ort: Pfarrrkirche St. Elisabeth Postbauer-Heng
Veranstalter: Pfarrei Postbauer-Heng - "Tragwerk 7"
Montag, 05. Januar
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Kalendergeschichten – Lesung mit Brecht & Wein Im Rahmen von Tragwerk7
Ort: Pfarrrkirche St. Elisabeth Postbauer-Heng
Veranstalter: Katholische Erwachsenenbildung (KEB) Neumarkt-Roth-Schwabach
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Ort: Kolpingshaus Johanneszentrum
Veranstalter: Bischöfliche Dekanate Neumarkt und Habsberg
Samstag, 31. Januar
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Veranstalter: KEB, EBW, EFL-Beratungsstelle Neumarkt, Pfarrei Hofkirche Neumarkt und Evang.-Luth. Dekanatsbezirk Neumarkt