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23.02.2024

Welche Ziele ansteuern? - Geistliche Gedanken zum Festtag der heiligen Walburga

Foto: pixabay

Sind Sie vielleicht auch gerade dabei, Ihren Sommerurluab zu planen? Vielleicht müssen dazu noch ein Flug, ein Hotelzimmer, ein Mietwagen gebucht werden. Es gilt zu klären, wie lange der Urlaub dauern soll und wie viel er kosten darf, und zu überlegen: Wie sieht die Unterkunft aus und wo ist sie gelegen? Wie erreiche ich vor Ort bestimmte Attraktionen? Wenn dann alles vorbereitet ist, darf sich in mir langsam Vorfreude ausbreiten. Es ist schön, dass für uns heute unbeschwerliche Reisen in alle möglichen Länder möglich sind. Ich kann ja in kürzester Zeit den hintersten Winkel dieser Erde erreichen.

Etwa um das Jahr 750 brach eine junge Frau aus dem Südwesten Englands auf, um mit den Schiff über den Kanal ans europäische Festland überzusetzen. Sie hieß Walburga und wurde von ihren Verwandten gerufen, in der Missionsarbeit auf deutschem Boden mitzuarbeiten. Ihre älteren Brüder Willibald und Wunibald waren schon einige Jahre zuvor nach Rom und ins Heilige Land losgezogen. Zwischenzeitlich sind die beiden dort gelandet, wo bayerische, fränkische und schwäbische Einflussbereiche aufeinandertreffen. Sie brauchen Unterstützung bei ihrer Aufgabe, den Menschen dort das Evangelium zu verkünden. Walburga macht sich auf den Weg. Die Reise ist gefährlich, der Ausgang des Vorhabens ungewiss. Sie trägt sicherlich keinen Reisekoffer mit Sonnenschutz, Wechselkleidung oder Kosmetikartikel mit sich.

Was aber lässt sie aufbrechen? Es könnte der Drang sein, Gutes und Nützliches zu tun. Es könnte die Freude daran sein, zu glauben und ihren Glauben zu leben. Es könnte die Berufung sein, anderen Menschen von Jesus Christus zu erzählen. Mit welcher Begeisterung und Kraft muss sie angetrieben gewesen sein, um zuhause die Zelte abzubrechen und in eine ungewisse Zukunft aufzubrechen! Walburga ist auch auch für mich heute eine Herausforderung. Sie fragt mich: Wofür brennst du so stark, dass du alles liegen und stehen lassen würdest? Welche Rolle darf der Glaube an Gott in deinem Leben spielen? Walburga wurde schließlich zu einer leidenschaftlichen Verkünderin und einer einflussreichen Äbtissin, bevor sie am 25. Februar 779 im Kloster Heidenheim starb.

Die Überfahrt  damals muss recht stürmisch verlaufen sein: Walburga soll, so lesen wir, die ganze Zeit im Gebet kniend an Deck verbracht haben. Da verlaufen unsere Reisen schon etwas ruhiger und angenehmer. Vielleicht will ich mir aber wieder einmal überlegen, welche Ziele in meinem Leben ich bewusst noch ansteuern möchte.

Dekanatsreferent Christian Schrödl, Neumarkt/Habsberg

Die nächsten Termine

Samstag, 25. Mai
09.00 Uhr
Klostertag: ein spirituell-ökologisches Konzept kennenlernen
Ort: Kloster Plankstetten - Gäste und Tagungshaus
Veranstalter: Benediktinerabtei Plankstetten
Montag, 03. Juni
19.00 Uhr
Ökumenisches Friedensgebet
Ort: Pfarrheim St. Willibald Woffenbach
Veranstalter: Ökumenischer Arbeitskreis Religionsfreiheit
Donnerstag, 06. Juni
14.30 Uhr
Jugendseelsorgekonferenz der Dekanate Habsberg und Neumarkt
Ort: Katholische Jugendstelle Neumarkt
Veranstalter: Katholische Jugendstelle Neumarkt
Samstag, 08. Juni
09.30 Uhr
10.00 Uhr
Sonntag, 09. Juni
15.00 Uhr
"Duo Hymnus" : Sopran & Orgel
Ort: Pfarrkirche St. Petrus Kastl
Veranstalter: Pfarrverband Illschwang-Kastl-Ursensollen
Mittwoch, 12. Juni
19.00 Uhr
Herr lehre uns beten - Beten neu entdecken
Ort: Caritas Seniorenheim St. Franziskus
Veranstalter: Pfarrei Berching
Samstag, 15. Juni
10.00 Uhr
Samstag, 22. Juni
09.30 Uhr
10.00 Uhr
Montag, 24. Juni
20.00 Uhr
Wegweisung - Stärkung - Halt
Veranstalter: Pfarrei St. Johannes Neumarkt
Samstag, 29. Juni
09.30 Uhr
10.00 Uhr
18.30 Uhr
Festtag "Heilige Peter und Paul" - Stadtkirchen-Gottesdienst
Ort: Pfarrkirche St. Martin Pölling
Veranstalter: Katholische Kirche Neumarkt - Projektbüro "Stadtkirchenkonzept Neumarkt"
Montag, 01. Juli
19.00 Uhr
Ökumenisches Friedensgebet
Veranstalter: Ökumenischer Arbeitskreis Religionsfreiheit
Freitag, 05. Juli
10.00 Uhr